Rotterdam – kleiner Roadtrip Niederlande

Huhu ihr Lieben 🙂

Kurz vor meinem Praktikum im Sommer hatte ich zwei Wochen frei und die mussten natürlich genutzt werden. Vor zwei Jahren war ich bereits in Amsterdam und war damals total begeistert von der Stadt. Da meine beste Freundin für ein Jahr nach Rotterdam gegangen ist, wollte ich sie natürlich unbedingt besuchen. Deshalb sind mein Freund und ich mit dem Auto hingefahren und es war echt die beste Entscheidung, die wir getroffen haben! Zwar sind die Parkplätze in den Niederlanden relativ teuer, doch manchmal (zumindest in äußeren Stadtbezirken) auch am Wochenende kostenlos.

Ich habe mich echt ein wenig in Rotterdam verliebt und dieser Blogbeitrag soll euch einen Einblick in unsere Tage geben. Eigentlich wollte ich gar keinen Beitrag darüber schreiben, aber mich hat die Stadt so sehr begeistert, dass ich es euch nicht vorenthalten möchte! ❤

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Transport

Rotterdam war die erste Stadt, in der wir komplett ohne öffentlichen Nahverkehr gefahren sind, sondern ausschließlich mit dem Fahrrad! Das war unglaublich genial und Fahrrad fahren macht einen riesigen Spaß! Man fährt meistens nicht auf der Autostraße, sondern hat seine eigenen Fahrradstraßen und das auch in der Stadt – was absolut genial ist! In Deutschland fahre ich absolut nicht gerne in der Stadt Fahrrad, weil die Wege auf den Autostraßen zum einen ultra klein und zum anderen meistens von Autos für mehr Platz genutzt werden. Aber dort Fahrrad fahren ist der größte Luxus! Mit der App „Donkey Republic“ könnt ihr ganz einfach schauen, wo das nächste ausleihbare Fahrrad steht und könnt es abholen. Aber Achtung: ihr braucht eine Kreditkarte, um die App nutzen zu können. Andererseits könnt ihr Fahrräder aber auch einfach in einem der vielen Fahrradläden ausleihen. Passt aber beim Fahren auf die Scooter auf, denn die dürfen in den Niederlanden auf dem Fahrradweg fahren. 😛
Besonders das Umland zu erkunden macht so unglaublich viel Spaß. Die Niederlande sind sehr flach und so fährt man meistens ohne Anstrengung. Die Temperaturen sollte man allerdings mit einberechnen, da es durch den starken Wind häufig viel kälter wirkt, als die Gradanzeige angibt. Von daher ist ein Tuch wirklich eine sichere Wahl! Apropos… packt lieber auch wärmere Sachen ein, denn auch wenn es 24 Grad in Rotterdam sein sollen, macht der Wind das Ganze um gefühlt 10 Grad kälter. Und das Wetter ändert sich andauernd. Man hat echt keine Ahnung, was man anziehen soll… 😀

Im Generellen braucht ihr auch keine Angst vor der Sprache oder irgendetwas zu haben. Die Niederländer sprechen fantastisches Englisch und viele verstehen auch Deutsch. Die Verständigung lief also immer super ab und ganz besonders sind die Niederländer im Allgemeinen ein sehr freundliches und zuvorkommendes Volk. 🙂

Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, dann tankt euer Auto bitte in Deutschland voll! Die Preise in den Niederlanden sind wahnsinnig hoch (Super: 1.65€ – 1.90€!) und wir waren echt geschockt darüber. Damit haben wir nicht gerechnet und mussten eine Weile fahren (oder einen guten Zeitpunkt abwarten), bis wir einen Preis gefunden haben, der annehmbar war. Auch das Parken – wie schon gesagt – ist nicht sehr günstig. In Amsterdam wurden teilweise 9€ die Stunde verlangt, was auf P+R Parkplätzen allerdings nicht der Fall ist – dort zahlt man für einen Tag um die 10€.


Wie sieht es mit dem Essen aus?

Oh. Mein. Gott.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal im Urlaub SO GUT gegessen habe! Zwar haben wir nur recht wenig landestypisches gegessen, aber die Restaurants in denen wir waren, sind absolut empfehlenswert.

Zuerst waren wir bei Sumo – das ist wie eine Art Sushi-Running mit extra asiatischen Speisen. Man bekommt ein Tablet und hat für zwei Personen insgesamt 7 Gänge. Pro Gang kann man 5 Gerichte auswählen, die man auf dem Tablet angibt und die Bestellung abschickt. Direkt danach (! – es hat nur circa 1-2 Minuten gedauert, da war unser Sushi auf dem Tisch) kam das Essen. Und es war der HAMMER! Das war bisher wirklich das beste Sushi überhaupt. Im Mittagsangebot kostet es pro Person 19,90€. Am Abend wird es allerdings teurer.

Dann haben wir Eazie durch meine beste Freundin entdeckt. Man kann sich hier einen Wok selbst zusammenstellen, oder aus vorgegebenen Woks auswählen. Es wird alles frisch gemacht und sieht ziemlich fancy aus – muss man wirklich so sagen. Ein kleines healthy – fast food Restaurant! Pro Wok zahlt man um die 6€, was total in Ordnung ist, da die Portionen wirklich groß sind. Zusätzlich kann man sich auch Wraps, Salate und Poké Bowls machen lassen.

Zudem gibt es ganz viel Essen (und viel Verkostung :-P) in der Markthalle in Rotterdam. An jedem Stand darf man irgendwas kosten und da bin ich auf den genialsten Geschmack überhaupt gekommen: „Kip Saté„. Das scheint eine niederländische Spezialität zu sein, da es fast überall auf der Speisekarte steht. Kip heißt Hähnchen und bedeutet übersetzt so ziemlich „Hähnchen mit Erdnusssoße“ – aber bedeutend besser, als man es aus Deutschland kennt. Die Soße ist dicker und schmeckt unbeschreiblich lecker.

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Die riesige Markthalle von außen
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Die beeindruckende Decke der Markthalle

Ich war von dem Geschmack so überwältigt, dass ich es bei meiner letzten Empfehlung direkt ausprobieren musste:

Das letzte Restaurant heißt: „Warung Mini“ und ist ein surinamisches Restaurant. Surinam war eine durch die Niederländer bevölkerte Kolonie und nun gibt es viele Restaurant, die einheimisches Essen verkaufen. Das BESTE, was man essen kann! Ein absolutes Muss in Rotterdam!
Meine Augen waren allerdings viel größter, als mein Magen, so habe ich mir eine spezielle Hähnchensuppe – „Saoto Soup“ (unglaublich lecker!) und danach ein „Bara“ bestellt. Das kann man sich vorstellen wie eine Art selbst gebackener Teig mit Curry-Hähnchen und Salat innen. Unglaublich, unglaublich lecker und hat sehr satt gemacht.
Zu dritt haben wir uns einen Teller voll mit Kip Saté geteilt – mir fehlen die Worte dafür und mir läuft beim Schreiben das Wasser im Mund zusammen. Wirklich unglaublich gut und eine absolute Empfehlung. In der Straße gibt es generell viele tolle Restaurants und einen Ben&Jerry’s Store, wo man das typische Eis als Eiskugel bekommen kann – so kann man sich mal durch jede Sorte durchkosten, obwohl es in Relation gesehen schon sehr teuer ist. Für zwei Kugeln bekommt man eine 500g B&J Eisbüchse…
In dem surinamischen Restaurant haben wir um die 15€ pro Person mit Getränk bezahlt, was bei der Menge des Essens wirklich mehr als angebracht war. 🙂

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Die Suppe als „Vorspeise“ – auf jeden Fall genug für einen Hauptgang. Dazu gibt es eine kleine Portion Reis, die in die Suppe getan werden kann.
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Der „Hauptgang“ – sieht klein aus, aber macht unglaublich satt. Und schmeckt unbeschreiblich gut!

PS: Ein kleiner Tipp – es gibt eine unglaublich leckere, niederländische Schokolade. Sie nennt sich „Tony’s Chocolonely“ – mir schmeckt sie bedeutend besser, als deutsche Schokolade. Es gibt so eine tolle Mischung mit Meersalz – das fand ich unglaublich gut! ❤


Was kann man unternehmen?
  1. Die Stadt mit dem Fahrrad erkunden!
    Holt euch einen Stadtplan und schaut euch an, was für euch interessant sein könnte. Die Erasmusbrücke ist beeindruckend, aber auch ein Weg in Richtung des Rotterdamer Hafens lohnt sich. Es gibt umliegend wundervolle Parks, in die man sich tagsüber, oder auch am Abend hinsetzen kann!IMG_6713IMG_6724IMG_6721IMG_6734
  2. Besucht Den Haag/Scheveningen.
    Mit dem Auto sind es nur circa 30-40 Minuten, je nach Verkehrslage (mit dem Zug dauert es ungefähr genauso lange). Den Haag haben wir etwas mit dem Auto erkundet, sind dann aber recht schnell zum Pier nach Scheveningen an den Strand! Die Nordsee ist sehr stürmisch, aber mit den Füßen sind wir trotzdem reingegangen. 😛
    Einfach dort sitzen und dem Meer zu lauschen ist wundervoll.
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  3. Die Windmühlen in Kinderdijk sind ungefähr 15km mit dem Fahrrad entfernt.
    Die Fahrt bis dahin führt durch wundervolle Natur und kleinere Dörfer, was wirklich super schön anzusehen war! In Kinderdijk ist es zwar sehr voll, aber super sehenswert. Die 18 Windmühlen sind sehr beeindruckend und einen Besuch wert!
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  4. Auch Amsterdam liegt nicht weit entfernt.
    Wir haben es mit unserer Rückfahrt nach Deutschland verbunden und sind vorher zu einem P+R Parkplatz gefahren und von da aus in die Stadt. Das lohnt sich extrem! Allerdings finde ich einen halben Tag für Amsterdam zu wenig. Da wir die Stadt schon kannten, hat es sich für uns angeboten, aber sie ist nicht mehr die Stadt, die sie einmal war. Mir war sie (am Montag!) wirklich zu voll und irgendwie trist im Vergleich zu Rotterdam. In jedem Fall ist ein Ausflug dahin möglich. Mit dem Auto ist man ungefähr 45 Minuten unterwegs!

Das sind meine wichtigsten Tipps für euch und wenn mir eines aufgefallen ist, dann wie innovativ die Niederländer sind. Das Wort ist definitiv das Urlaubswort geworden. Ich habe auch in keinem Land bisher so viele Elektroautos herumfahren sehen. Wenn ihr selbst dort seid, vielleicht wisst ihr dann, was ich meine… 🙂

Falls ihr noch weitere Fragen habt, oder etwas, was ich vielleicht ergänzen sollte, dann lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Habt ein wundervolles Wochenende und viel Spaß in den Niederlanden. 😛

Ganz viel Sonne sendet euch Sandrita ❤