Endless Summer.

Über das Wetter diesen Sommer lässt es sich durchaus streiten, aber ich habe es geliebt. Während ich meine vier Hausarbeiten schreiben musste, war es natürlich nicht unbedingt angenehm, aber ich habe es genossen. Endlich mal wieder ein Sommer, der einem normalen Sommer entspricht. Als ich noch jünger war, gab es solche Temperaturen eigentlich jeden Sommer. Da war ich immer im See baden. Bin mit meinem Cousin und meiner Cousine mit dem Fahrrad an den Strand gefahren und wir waren baden. Ich weiß, dass die Hitze auch seine Nachteile haben kann, aber ich habe mir ehrlich gesagt abgewöhnt, mich nur zu beschweren.

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Im Endeffekt hat niemand etwas davon. Ja, ich habe auch geschwitzt. Und ja, das was ich ausgeschwitzt habe, musste ich in Form von Wasser auch wieder zu mir nehmen. ABER (!) wir konnten baden gehen, mit kurzen Hosen rumlaufen, draußen zusammensitzen und ganz viel Sonnenvitamin auftanken. In diesem Sommer war eigentlich alles perfekt – bis auf meinen Uni-Kram und nur geringe Freizeit. Auch dadurch, dass ich den Sommer effektiv nur 2 Wochen genießen konnte, wollte ich unbedingt das Beste daraus machen. Und wie gesagt – ich habe aufgehört mich über alles zu beschweren.

Man kann es sich auch selbst schwermachen, anstatt man endlich einmal zu schätzen weiß, was man eigentlich hat. Ich habe schon einmal auf Instagram geschrieben, dass es mir aufgefallen ist, wie unglücklich Deutschland zu sein scheint. Wenn ich in die Bahn einsteige, dann blicke ich in genervte, oder gelangweilte Gesichter. Kopf ins Telefon, Musik im Ohr. Und wenn man wirklich einmal probiert, anders zu sein, dann wird man direkt komisch angeschaut. Als wäre man auf Drogen, nur weil man ein Lächeln im Gesicht trägt. Ich habe keine Ahnung, ob es nur mir so vorkommt, aber ich möchte das ändern. Täglich probiere ich meinen Mundwinkel nach oben zu bringen und probiere somit entgegenzuwirken. Am Anfang taten mir bereits nach wenigen Minuten die Mundwinkel so weh, da ich ebenfalls im „Alltagsgesicht“ nicht unbedingt glücklich einherkomme. Obwohl ich es bin. Oder sein kann!

Ich habe in letzter Zeit viel darüber nachgedacht, was wir besitzen. Und damit meine ich auch dich. Wenn du meinen Post lesen kannst, heißt das, dass du Zugang zum Internet hast. Das ist heutzutage Alltag. Für uns. Anderswo ist es kein Alltag. Und wir leben auf einem winzigen Stück Erde. Außer uns gibt es noch viel mehr und auch so viel, von dem wir keine Ahnung haben. Manchmal bin ich auch ganz froh, nicht alles wissen zu müssen.
Aber ich werde glücklicher, je mehr ich zu schätzen weiß, was ich habe. Wo ich lebe, was ich erleben darf! Uns geht es gut! Und trotzdem sehe ich so viele Menschen, die so unglaublich unglücklich wirken. Natürlich muss die äußere Fassade nichts heißen, aber als ich in den Niederlanden war, bin ich anderen, fröhlichen Gesichtern begegnet. Hilfsbereit und unglaublich freundlich! Jeder ist mit sich alleine, aber ich möchte nicht so sein. Ich weiß, was ich habe und das schätze ich auch von ganzem Herzen! Und wenn ich die Einstellungen von dem Einen, oder Anderen ändern kann, dann freut es mich sehr. Meine Mama meinte einmal zu mir, dass ich zu sehr nach oben schaue. Zu sehr auf das schaue, was ich nicht habe, als auf das, was ich habe. Und das brauchte einige Jahre bis ich gemerkt habe, was sie damit meint. Viele junge Menschen schauen nur auf die Menschen, die viel verdienen, viel haben, viel präsentieren. Wenn man sich nur darauf fixiert scheint das Eigene irgendwie schmal und viel zu weit unten. In einem Film wurde einmal gesagt „Du willst viel haben, doch bist nicht bereit, dafür zu arbeiten. Und das ist das Problem deiner Generation.“ – und fragt mich bitte nicht mehr, welcher Film es war, aber diese Worte habe ich mir gemerkt. Ich bin der Meinung, dass diese Einstellung entsteht, wenn man zu viel auf andere fixiert ist. Dabei könnten wir so viel mehr erreichen, wenn wir uns auf uns fokussieren und auf das, was hinter uns liegt. Was wir bereits geschafft haben und wo wir vielleicht einmal waren. The only way is up“ und wer bereit ist dafür zu kämpfen, kann alles schaffen, was er möchte! Das denke ich zumindest und dafür stehe ich auch.

Ich gebe mir schon seit Monaten große Mühe mich nicht mehr über alles zu beschweren. Manchmal ist es unumgänglich. Dann wird kurz gemeckert und dann ist gut. Aber: definitiv ist nicht alles wert Nerven daran zu verschwenden. Und auch wenn so viele sich über den Sommer geärgert haben, so wünsche ich mir doch, dass die Wärme noch bis in den Herbst hineinzieht. Nicht die volle Wärme, sondern eine leichte, milde Wärme kann gerne noch durch den September und Oktober ziehen. 😛
Denn ich liebe es im Sommer und im Herbst wundervolle Kleider zu tragen. Besonders weiß hat es mir angetan und steht für mich für einen endlosen Sommer! Und ich weiß, dass die Worte in diesem Beitrag sich groß anhören können. Aber je öfter man darüber nachdenkt, desto schneller kann sich die eigene Einstellung ändern. Bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich diese Ansicht entdeckt habe und die Leute in meinem Umfeld geben mir jedes Gefühl, dass ich damit goldrichtig liege.

Also lasst uns die letzten Sonnenstrahlen genießen. Gemeinsam. Mit einem Lächeln im Gesicht! Und dann können wir den kommenden Herbst begrüßen. ❤

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Und nun startet gut in das Wochenende und genießt es!

Ganz viel Sonne sendet euch Sandrita ❤