Mailand – Tagestrip zum Comer See

Hola amigos ❤

Der letzte Teil zu meinen Italien-Posts liegt schon eine Weile zurück. Allerdings war dieser Outfitpost (klick) einer meiner Lieblingsbeiträge. Ganz einfach, weil mich der Ort so begeistert hat! Von Mailand aus ganz einfach zu erreichen und für einen Tagestrip mehr als angemessen! 🙂

Comer See.pngIch habe schon vor dem Urlaub in Mailand geschaut, ob man vielleicht einen Eintagsstrip irgendwo im Umkreis machen kann. Venedig war auch eine Idee, allerdings finde ich, dass ein Tag für die Stadt nicht ausgereicht hätte.

Im Internet konnte man weiterhin sehr viel von einem ganz bestimmten See lesen: dem Comer See.
Die Bilder im Internet waren traumhaft. Allerdings waren sie nichts im Vergleich zur Realität. Und das soll definitiv nicht negativ klingen! Der Tagestrip war das Beste, was wir gemacht haben und wir haben uns geärgert, dass wir nicht direkt 3 von 4 Tagen am Comer See verbracht haben. Wir waren eben nicht ganz so überzeugt von Mailand, dafür aber umso mehr von dieser Oase von Ruhe und absolut wundervoller Naturschönheit!

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Als ich klein war, bin ich mit meiner Familie IMMER in die Berge gefahren. Österreich und die Schweiz waren unsere Top Ziele, aber irgendwann konnte ich Berge nicht mehr sehen! Doch als wir dann in der Bahn Richtung Comer See saßen und wir an den gewaltigen Bergketten und dem wunderschönen See vorbeifuhren, kam in mir ein wunderbares Gefühl zum Vorschein! Ich habe mich so wohl gefühlt und kann meine Gefühle und Gedanken zu diesem wundervollen Ort kaum in Worte fassen. Dabei ist es schon ein halbes Jahr her, aber wenn ich mir die Fotos wieder anschaue, bekomme ich direkt wieder eine Gänsehaut.

Deshalb kann ich euch diesen Tagestrip wirklich nur ans Herz legen! In diesem Beitrag verrate ich euch deshalb einmal, was wir getrieben haben und wie wir hingekommen sind. 🙂

Wenn ihr noch weitere Fragen habt, an die ich jetzt nicht gedacht habe, dann scheut nicht, es mich in den Kommentaren wissen zu lassen! 🙂


Wie kommt man hin?

Wir sind mit dem Zug von Milano Centrale nach Varenna-Esino gefahren. Die Züge und der Zugverkehr sind schon sehr ähnlich wie in Deutschland. Da sollten keine Probleme auftauchen. Bei den Fahrkartenautomaten hatten wir eher Probleme. Da müsst ihr unbedingt darauf achten, an welchem Automaten ihr steht. Ihr müsst den Automaten für Trenitalia wählen. Wir waren am Anfang etwas verwirrt und waren am falschen Automaten.
Die Fahrt hat Anfang 2018 pro Person 6,70€ gekostet und ist wirklich bedeutend günstiger, als die deutsche Bahn. Bis nach Varenna fährt man etwas länger als eine Stunde und hat dabei einen Ausblick, den man nicht so leicht vergisst. Vorbei an Bergketten geht es durch einer Art offenen Tunnel neben dem Comer See her. Und die Berge sind natürlich immer zu sehen! ❤
Wir haben direkt den Zug früh um 8.20 Uhr genommen, um viel vom Tag zu haben und das Beste vom Comer See zu sehen! Das kann ich euch auch nur absolut ans Herz legen, denn der Sonnenaufgang und das „Erwachen“ des Sees und der Leute ist einfach unglaublich toll zu sehen! Vom Bahnhof aus sind wir dann circa 10 Minuten bis zum See gelaufen.
Am Abend sind wir gegen 17-18 Uhr mit dem Zug nach Mailand gefahren, der SO voll war, dass man weder ein Ticket lösen konnte (Ticketstelle in Varenna war geschlossen + Schaffner im Zug unerreichbar!), noch bis Endhaltestelle einen Sitzplatz hatte. Von daher war der Trip ziemlich günstig. Zumindest bis auf’s Essen.

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Was kann man machen?

Staunen. Fotografieren. Entspannen.

Diese drei Worte fassen so ziemlich alles zusammen, was ich mit dem Ort verbinde. Wir sind sehr viel gelaufen. Zuerst ging es für uns vom Bahnhof zum See. Dort sind wir einfach nur langgeschlendert und haben uns alles angeschaut. Wir sind allgemein sehr viel gelaufen, um uns alles anzuschauen.
Danach sind wir gegen 11-12 Uhr mit der Fähre von Varenna nach Bellagio gefahren. Am Comer See gibt es eine Fähre, die drei Punkte anfährt: Varenna, Bellagio und Menaggio.

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Bellagio ist davon die bekannteste Station, allerdings auch die teuerste. Dazu auch mehr beim Thema ‚Essen’… 😉
In Bellagio sind wir durch die Gassen gestriffen, haben uns alles mögliche angeschaut und haben uns auf eine Bank gesetzt, die einen unglaublichen Ausblick auf die schneebedeckten Berge und den See gehabt hat. Ein Traum. Wirklich! Dort ein Silvester erleben, wäre sicherlich bedeutend schöner gewesen, als im überlaufenen Mailand. Aber so sieht das jeder anders 🙂
Zudem habe ich die einzigartigsten Souvenirs in Bellagio erhalten. Es gibt hier ganz wunderbare kleine Läden, die individuellen Baumschmuck und alles mögliche an Wohnaccessoires verkaufen. Da ich weiß, dass meine Mama individuellen Baumschmuck für Weihnachten absolut liebt, habe ich direkt etwas Kleines gefunden. Und sie hat es geliebt! Die kleinen Läden kann ich nur empfehlen – da findet jedermann etwas.
In jedem Fall bieten sich die Orte an, um geniale Fotos zu machen. Besonders in den Morgenstunden im Winter kann man wundervolle Aufnahmen mit morgendlichem Nebel über dem See einfangen. Selbst im Januar war es so warm, dass man mit einem Pullover rumlaufen konnte. Mit dem Wetter haben wir aber auch wirklich Glück gehabt und der Comer See konnte sich von seiner besten Seite zeigen!
Für Menaggio hatten wir allerdings keine Zeit gehabt, da wir uns noch einmal Varenna genauer anschauen wollten. Deshalb waren wir schon gegen 14-15 Uhr zurück in Varenna und sind weiter in das „Städtchen“ reingelaufen, um mehr das „typische, italienische Varenna“ zu sehen. Ein wunderbarer und bunter Ort!

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Wo geht man essen?

Am Besten direkt in Varenna.

Wir haben im Internet so viel davon gelesen, dass man bis nach Bellagio fahren soll, wegen der Kulisse und das Essen sei traumhaft.
Nummer 1: meinem Freund und mir hat Varenna viel besser gefallen, als Bellagio. Einfach auch, weil es nicht so überlaufen und sehr natürlich ist. In Bellagio ist viel auf Touristen ausgelegt, deshalb ist es auch teurer dort. Varenna bietet einen wundervoll weitläufigen und ruhigen Ort. Bellagio ist da eher überlaufener.
Nummer 2: Wir haben ewig gesucht, um nicht für ein Essen gefühlte 20€ bezahlen zu müssen. Das „Hauptrestaurant“ direkt am See (mit Blick auf den See, was wir von außen nicht feststellen konnten,…) war geschlossen und schien mir eher wie eine kleine Verarsche. Denn von dem Restaurant aus hat man leider keinen bedeutend guten Blick auf den See, obwohl damit direkt am Hafen geworben wird…
Da wir aber unglaublichen Hunger hatten und nicht direkt wieder nach Varenna fahren wollten, mussten wir in irgendeinem kleinen Restaurant essen, in welchem die „Copierta“ (= Servicegebühr) pro Person ganze 5€ zusätzlich zum Essen gekostet hat. Das Essen war zwar auch relativ gut, aber trotzdem haben wir uns geärgert, nicht in Varenna gegessen zu haben. Dort haben wir die Restaurants nämlich auch schon angeschaut und fanden sie preislich sehr in Ordnung.
Dafür haben wir dann später in Varenna ein sehr leckeres Eis gegessen, mit dem wir uns direkt an den See gesessen haben. Bei traumhaften Wetter und purer Ruhe.


Dieser Ort ist wirklich die pure Entspannung. Der See ist wirklich zu einem meiner Lieblingsorte überhaupt geworden. Die italienischen, bunten Häuser haben das Gesamtbild einfach total aufgefrischt. Die Leute waren sehr freundlich und gut gelaunt. Die Stimmung hat einfach gepasst und es war fast zu traumhaft schön!

Und zum Abschluss habe ich alle meine Impressionen noch einmal in einem kurzen Video zusammengeschnitten. Der Ort ist wirklich ein Traum, oder? 🙂

IMG_2945IMG_3011Auf jeden Fall (mindestens) einen Tagestrip wert!

Ich hoffe, ich habe alles Wichtige gesagt. Falls noch Fragen offen geblieben sind, dann lasst es mich gerne wissen! 🙂

Auch wenn der Post spät kam… ich wollte den Beitrag mit viel Qualität schreiben. Er liegt mir sehr am Herzen, weil ich diesen Ort einfach nur traumhaft fand. Sowas kann man wirklich niemanden vorenthalten. 🙂

Nun wünsche ich euch ein wundervolles Wochenende, bis ganz bald! 🙂

Ganz viel Sonne sendet euch Sandrita ❤