Wer mir auf Instagram und Snapchat folgt, der weiß, dass ich oft und gerne nach Hause fahre. Das liegt zum einen daran, dass ich mich an meinen derzeitigen Wohnort – Leipzig – nicht so gewöhnen kann und zum anderen, weil ich meine Heimat zu schätzen gelernt habe.

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In der SEK II konnte ich es nicht mehr abwarten, endlich aus diesem Kaff abzuhauen. Endlich weg von diesen komischen Menschen, der generell ziemlich unattraktiven Gegend. Unattraktiv ist sie für Jugendliche definitiv. Wenn man mal Feiern gehen wollte (was ich ja extrem selten mache), dann gibt es nur die Dorfdiskos, die keinen Raum für Anonymität bietet. Man kennt sich eben in der Region. Und dann muss natürlich noch gegeben sein, dass die Disko auch wirklich geöffnet ist und das Ganze auch… gut ist. Öffentlicher Personennahverkehr ist im Dorf eigentlich so gut wie gar nicht gegeben. Wenn man am Randgebiet einer größeren Stadt wohnt und recht gut in die nächsten Städte kommt, dann ist das etwas anderes.
Allerdings wenn man auf einem kleinen Dorf wohnt, wo es erst im nächsten Dorf eine Bahnstation gibt und der letzte Bus um 7.15 Uhr das Dorf verlässt, dann bist du schon ziemlich abgeschieden. Besonders, wenn du jugendlich bist und etwas unternehmen möchtest! Anders ist es natürlich, wenn du 18 bist, einen Führerschein hast und ein eigenes Auto. Aber ich hatte nie ein eigenes Auto.

Jedenfalls konnte ich es nicht abwarten, endlich loszuziehen! In die große Stadt. Naja, Dresden ist ja nun wirklich nicht unheimlich groß. Aber im Vergleich zu der kleinen Einöde, ist es das.

Was war das für ein Gefühl, endlich die Abschlusszeugnisse in der Hand zu halten und zu wissen, dass jetzt alles vorbei ist. Endlich konnte ich das innerhalb der Woche machen, was ich sonst schon fast jedes Wochenende gemacht habe: in meine Lieblingsstadt fahren und dort LEBEN.

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Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass es für ein Dorfkind gar nicht so leicht ist, in der Stadt zurecht zu kommen. Musste mir abgewöhnen, jeden Menschen zu grüßen, den ich sehe. Und ich kann mich im Garten überhaupt nicht bewegen, draußen keinen Sport treiben, ohne Blicke der Blocks im Nacken zu spüren. Komisch. Die frisch gewonnene Freiheit fühlte sich eng an.

Und so kam es, dass ich immer öfter zu Hause war. Und mit zu Hause meine ich nicht nur meinen Wohnort, sondern meine Region. In der nächstgelegenen Kleinstadt habe ich ebenso einen großen Teil meines Lebens verbracht. Diese Region ist meine Heimat. Mein zu Hause! Meine besten Freunde kommen aus meiner Region, Familie, Gewohnheiten.

Immer wenn ich hier bin und am See sitze, dann realisiere ich, wie genial es ist, dort zu wohnen, wo manche Urlaub machen.
Unsere Region boomt und das merkt man nicht nur an den steigenden Wohnungs- und Grundstückspreisen. Es wird viel neu gebaut, viel auf Tourismus gesetzt und es funktioniert! Unsere Region wird immer attraktiver! Und ich bin stolz darauf sagen zu können, dass ich vom Lausitzer Seenland komme. Brandenburg hat zwar wirklich für 16-17 jährige wenig zu bieten, aber wie toll war es bitte, wenn wir in unseren Freistunden baden konnten?! Wenn wir im Sommer mit dem Fahrrad zum Strand fahren konnten, um zu baden?
Man lernt erst zu schätzen was man hat, wenn man es nicht mehr hat!


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Erkenntnis kommt – besser spät, als nie. Und da habe ich doch recht zeitig begriffen, dass man wirklich froh darüber sein kann, was man hat. Aber es ist schon richtig, man muss auch andere Seiten kennenlernen und sie auch leben. Demut tut uns allen gut und nur so erkennt man, was für einen wirklich zählt. Das muss jetzt aber nicht heißen, dass ich nach meinem Studium unbedingt wieder in meine Heimat muss… Nein, nein. 😛

Ich bin froh, dass ich in meiner Heimat so viele Freiheiten habe und das ich mich immer wieder wie im Urlaub fühlen kann! Sowas können sicherlich nicht viele von ihrer Heimat sagen! 😛

Wie sieht das denn eigentlich bei euch aus? Lebt ihr noch in der Heimat und wie steht ihr generell zu dem Thema „Heimat“?

Jeder hat ja auch eine unterschiedliche Definition, manche beziehen sich nur auf den Wohnort, manche sehen die ganze Region als Heimat – wie es eben bei mir der Fall ist! 🙂

Ich bin jedenfalls unheimlich gespannt, was ihr zu den Fragen antworten werdet! 🙂

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Shop my Style:
Bluse – Zara (ähnliche hier)
Jacke – Bershka (ähnliche hier)
Hose – H&M (hier)
Schuhe – Nike (hier SALE)
Tasche – Sassyclassy (hier, *gesponsertes Produkt)

Für mich geht es morgen auf einen kleinen Kurztrip mit meinen beiden besten Freunden! ❤
Es wird wieder ein kleiner Städtetrip und auch hier möchte ich euch fragen:

Was wollt ihr gerne in Bezug auf diesen Städtetrip sehen? Seid ihr interessiert an Foodspots, Geheimspots, Trendreport,…? Lasst mir gerne eure Wünsche in den Kommentaren da!!! 🙂

Ich freue mich, dass ihr diesen sehr wichtigen Post gelesen habt und wünsche euch ein fabelhaftes, hoffentlich sonniges Wochenende! ❤

Ganz viel Sonne sendet euch Sandrita ❤

6 Kommentare zu „This is where I come from

  1. Ach, ich liebe solche tiefgründigen Texte einfach!!
    Es ist doch wirklich schön, dass du deine Heimat wieder zu schätzen gelernt hast. Natürlich muss man nach dem Studium nicht wieder hin ziehen, aber das Heimatgefühl und die Vertrautheit bleiben wohl immer.
    Mir geht es da ähnlich. Ich freue mich auch oft darauf wieder heim zu fahren, aber möchte trotzdem nicht mehr zurück.
    Tatsächlich ist es mir dort zu eng und eben nicht in der Großstadt. Jeder kennt jeden, die neusten Stories verbreiten sich rasend schnell und es wird über jeden getratscht… gar nicht meins!

    Ich mag lieber spannende, neue Geschichten, übers Leben philosophieren und Neues ausprobieren statt jeden Abend in der gleichen Stammkneipe zu sitzen.
    Für immer ist München aber dennoch nichts für mich, dafür ist es dann doch zu groß und hektisch (und teuer).

    Finde deine Sichtweise sehr spannend und den Beitrag einfach nur super ehrlich und liebenswert!❤

    Dir ein ganz tolles Wochenende!!🤗😊
    Katrin
    https://lebegruen.com/

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deinen lieben Kommentar meine Süße ❤
      Oh ich verstehe so gut, was du meinst!!! Ich bin auch super gespannt, wo es dich hinverschlagen wird und kann mir gut vorstellen, dass du ein sehr weltoffener und herzlicher Mensch bist :)!

      Genieß deinen Abend ❤

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Sandra,

    erstmal: Tolles Outfit, super schöne Bilder! 🙂 Ich mag das maritime in Deinem Look 🙂

    Meine Heima ist halt eine Großstadt – Hamburg. Und ich bin fest davon überzeugt, dass mich hier nix wegkriegt. Ich habe ja noch nicht einmal den Stadtteil gewechselt, als ich ausgezogen bin. Hamburg ist halt meine Stadt – und meine Heimat 🙂

    Ganz liebe Grüße,

    Tabea
    http://tabsstyle.com

    Gefällt 1 Person

    1. Danke dir vielmals liebe Tabea ❤

      Finde auch, dass das Outfit so gut in die Location gepasst hat hihi.
      Ich finde es so cool, dass du deiner Heimat treu bleibst und wenn du dich so sicher fühlst, dann wirst du sicherlich für immer dort bleiben! Finde ich echt toll 🙂 ❤

      Genieß deinen Abend und hab ein tolles Wochenende ❤

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