Märchen

Könnt ihr euch noch daran erinnern, als ihr kleiner wart und euch Märchen erzählt worden sind? Märchen von Aschenputtel, dem Mädchen, das ein hartes Schicksal traf, aber am Ende doch siegte? Schneewittchen, hinausgejagt und vergiftet. Doch am Ende: sie bekam den Prinzen.

Das Happy End von Märchen hatte für mich schon immer eine magische Wirkung. Am Ende wird alles gut. Egal, wie der Weg davor ausgesehen hat. Der steinige Weg wird ein Ende haben und es wird alles gut. Wir lernen daraus, wissen, wie man sich bewegen muss, wie man Steine umgeht, wie man sie wegschiebt.
So sagt es auch mein Papa immer und ich danke ihm für die Worte. Weil er recht hat!

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„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ – Oscar Wilde

Motivationsposts auf WordPress gibt es genügend. Und ich ordne mich in diese Nische ein.
Bereits in meinem Post zu „When you’re good, no-one forgets“ , habe ich darüber geschrieben, dass wir Gutes bewirken müssen, in einer Welt, wo schlechte Nachrichten direkt über Social Media hinein rollen – wie ein Tsunami.
Vielen Menschen fehlt die Motivation und daran möchte ich ansetzen. Niemals ist man allein hier in dieser Welt, auch wenn es manchmal so scheint. Auch ich habe das gelernt.
Das Samariter Gen wohnt in mir, definitiv. Auch wenn es für die Außenwelt nicht so scheint.
Es ist echt witzig zu sehen, wie oberflächlich manche Menschen reagieren. Nur weil man Kleidung trägt, die sehr modisch ist, heißt das nicht gleich, dass man eingebildet, egoistisch und unfreundlich ist.
Nur weil man sich nicht die beste Kleidung leisten kann, heißt es nicht, dass man Nichts kann, dass man „dumm“ ist, asozial.
In meiner Heimatstadt bekomme ich immer ganz verdutze Blicke, wenn ich jemandem die Tür aufhalte (und insgeheim ein ‚Danke‘ dafür erwarte), einer Oma die Einkäufe trage und einfach probiere Gutes zu tun. Karma.

„Etwas Soziales zu studieren passt doch gar nicht zu dir. Du könntest eine Business-Frau sein.“

Versteht ihr, was ich meine mit Oberflächlichkeit? Wenn man einen Menschen nicht kennt, dann kann man ihn nicht nach dem Äußeren beurteilen. Wenn man zu dem Äußeren einen Charakter hat, dann kann man es allerdings schon.

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Mein Ziel ist es, möglichst unvoreingenommen auf andere zuzugehen.
Das war nicht immer so – Punks haben mir Angst gemacht, trinken nur Bier. Frauen mit Louis Vuitton Taschen fand ich immer eingebildet. Manche Leute an der Schule sind die „Coolen“ – zu denen man insgeheim immer gehören wollte – manche die „Uncoolen“. Machtverhältnisse ungerecht verteilt.
Klischees haben das allgemeine Bild; mein allgemeines Bild geprägt. Bis ich in meinem FSJ gelernt habe, dass diese Stereotype absolut unbegründet sind. Die Arbeit mit Kindern gibt einem unheimlich viel!
Ein Kind kümmert sich nicht darum, was für eine Hautfarbe du hast, wie viel Geld du auf deinem Konto hast, welches Auto du fährst, wie viele Piercings oder Tattoos du hast.
Kinder sehen nicht das Äußere, sondern das Innere.
Ich glaube diesen Fakt kann man unter „kindliche Leichtigkeit“ verbuchen. Alles, was es braucht ist: Liebe und Vertrauen.
Und manche halten das vielleicht für naiv, all denen kann ich sagen: im Grunde sind alle Menschen gut. Und ich bin es auch. Und du auch.

Ich bin nicht naiv, aber ich habe mir ein Denken angewöhnt, dass Neid und Egoismus ausschließt.

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Eine Prinzessin ist nicht eingebildet, nur weil sie einen Titel trägt.

Märchen lernten uns, lernten mich, dass sie auch gütig sind. Dass sie die Welt bewegen möchten.
Heutzutage sind Prinzessinnen kein Ideal mehr. Neuere Geschichten verziehen das Bild, dass die alten Märchen probieren aufzubauen. Natürlich gibt es Märchen, die auch das Gegenteil beweisen. Aber die Textsorte beruht auf „Es war einmal…“ und einem Happy Ending.
Von starken Personen, mit unterschiedlichen Schicksalen. Vorgeschichten, die man besser nicht selbst erleben möchte. Egal, ob Mann, oder Frau – man kann alles erreichen, wenn man dafür kämpft.
Und sowas liest man von einer 21jährigen. Weise kann ich mich nicht gerade bezeichnen. Aber ich weiß, dass es eine Zeit gab, in der ich schnell Erwachsen werden musste. In dem ich viel hinter mir lassen musste, um nach vorne zu gehen. Und wenn ich mit meinen 21 Jahren eine solche Geschichte aufziehe, dann hat es nichts mit Nachreden zu tun, sondern mit Erfahrung. Den Kopf hoch, die Krone gerichtet.

Ein bisschen Prinzessin, steckt wohl in jeder von uns. Und ein bisschen Prinz, das müsst ihr euch eingestehen, steckt in jedem von euch.

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In dem Sinne: fühlt euch gedrückt und lest mit einem erwachsenen Verstand noch einmal die Märchen der Kindheit. Sie können uns viel mehr geben, als wir glauben. Wenn wir lernen, zwischen den Zeilen zu lesen.

Was habt ihr euch vorgenommen? Wurdet ihr selbst schon einmal von Stereotypen eingeholt, oder wurden sie euch gegenüber benutzt?

Habt einen tollen Freitag und ein schönes Wochenende ❤

Ganz viel Sonne sendet euch Sandrita ❤